Das Porträt der jungen, rechtsradikalen Marisa, die Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt ist, feierte am 11. Januar in der voll besetzten Schauburg seine Premiere.
Regisseur David Wnendt war von der Resonanz des Publikums ebenso begeistert wie die Darsteller Sayed Ahmad, Wasil Mrowat, Alina Levshin und Gerdy Zint. Nach der Filmvorführung gab es begeisterten Beifall und bei der anschließenden Bühnenpräsentation stellten sich Cast & Crew den unterschiedlichsten Fragen aus dem Publikum, woraus eine angeregte Diskussion entstand.
Der Film startet am 19. Januar in den deutschen Kinos, die Kinotour führt in neun deutschen Städten (Halle, Wolfen, Bonn, Köln, Hamburg, Berlin, Potsdam, Frankfurt/Main und Darmstadt).
Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa (20) ist Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie „Skingirl“ tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. In diesem Sommer wird sich alles ändern. Svenja, ein junges Mädchen, stößt zur Clique und geht Marisa gehörig auf die Nerven. Marisa und ihre Clique geraten mit Jamil und Rasul aneinander - zwei jungen Asylbewerbern, die hier in der Provinz gestrandet sind. Der Streit eskaliert, Marisa ist nicht zu bremsen. Ohne es zu ahnen, löst sie eine Kette von Ereignissen aus, die alles komplett auf den Kopf stellt. Während Svenja immer tiefer in die rechte Szene rutscht, gerät Marisas Weltbild ins Wanken. Sie beginnt sich zu ändern, doch der Weg wird härter, als sie ahnt.